sex and travel

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Als wir für unser #didyouever Launch Dinner überlegt haben, wer oder was das ganze noch ein bisschen anheizen könnte, war die Lösung schnell klar: Amorelie, der Online Shop für Sex Toys - sowohl für Single Girls als auch für experimentierfreudige Pärchen.

Der Abend war perfekt und die Supergirls von Amorelie haben uns in ihrer charmant offenen Art die verschiedenen Sex Toys erklärt. Hängen geblieben bin ich bei Pärchen - Vibratoren und konnte nicht umhin am nächsten Wochenende bei Wein einige meiner Freunde zu fragen, ob sie damit schon Erfahrungen gemacht haben. Yes, Treffer versenkt. Ein bisschen rot wurden sie, aber dann wurde doch voller Begeisterung erzählt, der Appetit komme beim Essen und wenn einer mal etwas langsam ist, könne der andere ja einfach schon mal anfangen. Zum Beispiel. Sex ist so etwas, wo man denkt, man wäre schon offen und hätte einiges probiert und dann kommt doch immer etwas um die Ecke oder beim nächsten Wein raus, was einen dann doch leicht erröten lässt.

In meiner Reisetasche hatte ich dann das Überbleibsel des Launch Dinners - einen kleinen Vibrator von Svakom, der so leise schnurrt, dass man ihn vermutlich außerhalb der Bettdecke Höhle schon gar nicht mehr hört. Und sich in seinem beigelegten Reisesäckchen auch perfekt tarnt. Wie praktisch, denn ich muss zugeben - sex and travel klingt immer wie ein super Garant, ist aber mit zunehmendem Alter und weniger Geschmacksverirrung (subjektiv bien sûr) gar nicht mehr so leicht. Es muss natürlich nicht immer der Mann fürs Leben sein. Aber irgendwer doch irgendwie bitte auch nicht.

Ich erinnere mich noch an meine Reise nach Barcelona, frisch getrennt, mit meiner damaligen Berufsschulklasse. J.D. Salinger, dessen Kurzgeschichtensammlung „Neun Erzählungen" zum wiederholten Male meine Reiselektüre ausmachte, verstarb in dieser Woche und ich war betroffen und suchte nach Abenteuer. Das Objekt der Begierde, das mir schon am ersten Abend in der Bar auffiel, hieß zwar nicht Carlos, hatte aber einen ähnlich stereotypen Namen, den meine Freunde auf dem Heimweg ganz schön aus einem Lady Gaga Song zitierten. Ein Ohrwurm, der mich bis heute daran erinnert, wie seine Rastas mir in der letzten Nacht immer wieder ins Gesicht hauten und der Walk of Shame mir erspart wurde, weil er mich ganz Gentleman am nächsten morgen zurück ins Hotel brachte, damit ich, brav, am obligatorischen Gruppen Frühstück teilnehmen konnte.

Jahre später schrieb er mir dann, dass er das Wochenende in Hamburg verbringen würde und ob wir uns treffen wollten. Ich sagte ab. Can’t take sex and travel home.


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